Dezember08
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freitag 05. 20.00 Uhr & samstag 06. & sonntag 07. 12.00 - 19.00 Uhr
EHAUS ][ Nanine Renninger
Fotografische Reproduktion: Joachim Fliegner
sibylle springer [Bremen]

Die diesjährige Karl Schmidt-Rottluff Stipendiatin Sibylle Springer, geb. 1975 in Münster, stellt ihre, im Rahmen eines New York Stipendiums entstandenen Bilder im Elektrohaus Hamburg unter dem Titel "blink" aus.
Gegenstand der künstlerischen Arbeit Sibylle Springers ist die Zone, in der Realität und Vorstellung aufeinander treffen und nicht mehr klar voneinander unterscheidbar sind. Dies kann beim Betrachter eine Verunsicherung der Wahrnehmung auslösen.
Dem Phänomen der Wahrnehmungsirritation nähert sich Sibylle Springer in ihren Räumen. Sie leitet sie real her, baut sie und konstruiert sie perspektivisch.

In der Serie der "underground paintings" stellt sie Momentaufnahmen während nächtlicher U-Bahnfahrten dar, während derer sie häufig Tunnel passierte, in denen Reparaturen vorgenommen wurden und die Züge daher sehr langsam fahren mussten. Flüchtige Lichtscheine erhellten die Wände und die Künstlerin entdeckte, dass die Schächte fast vollständig bemalt zu sein schienen.
Prächtige Graffitis tauchten wie Spuren einer fantastischen Unterwelt auf, die normalerweise im Dunkel verborgen liegt. Die Wände der New Yorker Subway sind bestückt mit Spuren und Zeichen. Sie erwecken die Ahnung einer verborgenen Ebene, die man sehen, nicht aber betreten kann. Schichten und Geschichten verschiedener Zeiten und Menschen markieren einen Ort, welchen die New Yorker zwar täglich durchkreuzen, aber nie wirklich wahrnehmen (können).
Mit ihren Bildern erzeugt Sibylle Springer eine befremdende Wahrnehmung des dreidimensionalen, vertrauten Raumes.

freitag 12.12 20.00 Uhr & samstag 13. & sonntag 14. 16.00 - 19.00 Uhr
EHAUS ][ GROUPSHOW
Michael Conrads
Till van Daalen
Nanine Renninger
Iris Friedrich
Berndt Jasper
Móka Farkas
Yoon-Joo Cho
Seok Lee
lichzwang performance
kimberit
Christoph Blawert
Sandra Slim
Stefan Vogel

DJ: Hausmann & Sebus
Dokumentation:




Fotos: Iris Friedrich
freitag 19. 21.00 Uhr Konzert || Eintritt 8 E
EHAUS ][ Jasperson
Mann und Maus [Berlin]

LARS RUDOLPH
Gesang, Trompete

HERMANN HERMANNS
Mandoline, Gitarre

BORIS JOENS
Mandoline, Gitarre

OLE WULFERS
Mandoline, Säge

RONALD GONKO
Bass

Der Sänger LARS RUDOLPH ist eine Entdeckung und ein Ereignis, als Texter wie als Interpret. Brennend, poetisch, zart, mal grob wie ein Faustschlag. Hier hat jemand nicht nur was zu sagen, sondern singt es auch. Eingebettet in robuste Männergesänge, die alle von KAPAIKOS abstammen - der Berliner Mandolinen-Krach-Band, "die im Herzen Punk ist, irre gute Laune und das Leben wieder aufregend macht." [Spex]

Ein hochmusikalisches Programm mit leicht dadaistischer Note: Mann und Maus haben ausgefeilte, von Weill bis Devo inspirierte Arrangements mit sehnsuchtsvoll-spröden Texten gesattelt, um hechelnd und hauchend durch die dunklen Wälder der Erkenntnis zu reiten. [Berliner Morgenpost]

Im gnomhaften Dandy, der hier durch den dunklen Wald stolpert, steckt ein Poet, Philosoph, Punk. Lars Rudolph ist mal sehr lustig, mal böse komisch - doch am besten im Kreise seiner walzerseligen, zum russischen Chor mutiertenden Mannen, etwa wenn er mit verschmitzer Kraftlosigkeit gegen die famose Verve seiner Musiker angrübelt und ins sumpfige Mark eines jeden trifft: "Ich muss die Kraft wieder finden, das Übel soll verschwinden, die Arschlöcher festbinden." Wer würde da nicht unterschreiben? [Kieler Nachrichten]